Mauretanien - Saharakrokodile, Elefantenfelsen und Giraffen an der Felswand

Anfang Januar ist es endlich soweit, buschtaxi-on-tour ist wieder in Mauretanien unterwegs!

Aisha und ich fahren mit dem Dicken vor und bringen das Fahrzeug wieder runter in den Süden. Von Genua geht es mit der Fähre in drei Tagen entspannt rüber nach Tanger. Auf der üblichen Strecke durch Marokko und die West-Sahara der Atlantikküste folgend sind es dann "nur" noch 2885 km nach Nouakchott für die ich 10 Tage Zeit hab.

Hier in der Hauptstadt Mauretaniens holen wir Ulli vom Flughafen und dann geht es gemeinsam weiter. Wir werden knapp 5 Wochen durch dieses riesige, wunderschöne und oft menschenleere Land reisen. Von Nouakchott geht es weiter in den Süden bis Rosso, einem der schlimmsten und korruptesten Grenzübergänge auf dem gesamten afrikanischem Kontinent. Hier nehmen wir zum Glück nicht die Fähre rüber in den Senegal sondern fahren nach Osten. Wir folgen dem Fluss Senegal der auch die Grenze zwischen beiden Ländern darstellt rund 200 km nach Osten bis wir bei Bogué wieder auf die Teerstraße treffen. Auf dieser Strecke, die auch oft von Veranstaltern gefahren wird, gibt es eine Hülle und Fülle an verschiedensten Tieren zu sehen. Unzählige Vogelarten, Gazellen, Antilopen, Hyänen, Warzenschweine, Luchse, Paviane und sogar Panther sind hier heimisch. Von Bogué aus geht es über Asphalt weitere 400 km nach Tidjikja. Einen kleinen Zwischenstopp werden wir in Matmata einlegen wo wir hoffen diesmal endlich Saharakrokodile zu sehen.

Tidjikja ist der Startpunkt für eine ganz besondere Reise in eine der schönsten und einsamsten Gegenden ganz Mauretaniens.

Die Strecke Tidjikja - Tichitt - Walata - Nema führt durch großartige Felslandschaften, ausgedehnte einsame Dünengebiete und weite Reg-Ebenen durch weitgehend unbewohntes Gebiet. Das absolute Highlight auf dieser Strecke ist der berühmte Elefantenfelsen oder auch Rocher de Makhrouga wie er offiziell heißt. Er ist der Hauptgrund für diese Reise so weit in den Osten Mauretaniens. Für die rund 735 km abseits der Straße planen wir 6-9 Tage.

Von Nema geht es zwei Tage auf Asphalt weiter. Nach einem kleinen Zwischenstopp im Guelta Metraucha wo wir erneut hoffen Krokodile zu sehen erreichen wir nach 500 km Kiffa.

Von Kiffa geht es nach Norden zu einer der legendären Strecken der alten Paris-Dakar Rallye. Über Sand, Piste und Steine geht es zum berühmten Nega-Pass und weiter auf Piste und Sand nach Tidjikja. Diese Offroad Passage ist 270 km lang und wir planen dafür 3 Tage ein.

Von Tidjikja aus geht es auf der neuen, immer wieder durch Dünen versperrte Teerstraße weiter nach Norden. Nach 2 Tagen und gut 300 km erreichen wir Atar. Hier werden wir versuchen unsere Visa zu verlängern. Laut aktuellen Infos kann man das zweimal die Woche am Flughafen in Atar erledigen. Das wäre eine tolle Sache, würde es uns doch die 900 km hin und zurück nach Nouakchott ersparen! Rund um Atar sind lediglich einige kleine Ausflüge geplant. Es steht eine Fahrt in die Oase Tergit an und ich will unbedingt noch einmal zu den Giraffen unter der Felsplatte bei Toungat.

Als nächste große Tour "weit raus" wollen wir dem Auge der Sahara einen erneuten Besuch abstatten. Von Atar geht es über die Sebka Chemcham nach El Beyyed und weiter nach El Ghallaouia um dann wie schon zwei Jahre zuvor die Richat Struktur von Südosten zu erreichen. Für diese Strecke mit rund 700 km auf Sand und Piste planen wir 4-6 Tage ein.

Für den Rückweg an die Atlantikküste wählen wir die Offroad-Variante und folgen dem längsten Zug der Erde. Schon kurz nach dem Start unserer Tour und nur etwa 90 km von der Teerstraße entfernt kommen wir an einem weiteren Highlight Mauretaniens vorbei. Ben Amira, der wirklich beeindruckende drittgrößte Monolith der Erde.

Je nachdem wie wir im Zeitplan sind wollen wir ein paar Tage bleiben und Ben Amira, den benachbarten Ben Aisha und die Gegend ausgiebig zu erkunden bevor wir der Bahnstrecke weiter zum Meer folgen. Für die 400 km entlang der Erzzüge haben wir 4-5 Tage eingeplant.

Wenn alles gut geht sollten wir Mitte Februar wieder zurück in Nouakchott sein wo Ulli ihren Flug nach Deutschland erwischen muss. Für Aisha und mich geht es wieder gemütlich zurück nach Norden, erneut durch die Westsahara und den Süden Marokkos um nach gut 2500 km die Todra Schlucht zu erreichen. Hier in Ait Baha werden wir einige Tage bei unseren langjährigen Freunden bleiben und die Reise mehr oder weniger ausklingen lassen bevor es zurück nach Tanger und auf die Fähre zurück nach Europa geht.

 

Alles in allem werden wir wohl 10-12 Wochen unterwegs sein und allein in Afrika rund 10.000 Kilometer zurücklegen, den größten Teil davon abseits jeglicher Straßen...