Atar

Am Abend haben die anderen den Grill angeschmissen und kiloweise Fleisch gegrillt, Wilfried hatte es  noch eingefroren.
Es war ein windiger Abend und eine stürmische Nacht. In der Früh war sehr viel Sand in der Luft und die Sicht war nicht sehr gut. Zum Glück hat sich das wieder ein bisschen gebessert. Nach dem Frühstück ging es zum Ben Aisha der nur ein paar Kilometer entfernt liegt. Die Felsgravuren sind neuzeitlich und wirklich abgefahren. Das ist schon ein ganz spezieller Ort. Da muss ich mit Ulli auf dem Rückweg unbedingt noch mal hin. Habe schon viel gesehen, aber das ist schon wirklich einzigartig schön. Den Ben Aisha haben wir dann mit den Fahrzeugen noch umrundet. Hier geht das ohne Probleme, beim Ben Amira sollte man da ein wenig vorsichtiger sein. Die Westseite war angeblich mal vermint. Wurde zwar wieder geräumt, aber die Gegend sollte mit Vorsicht zu genießen sein.

Im Anschluss gab es zur Feier des Tages noch einen FTF und den ersten Cache in Mauretanien. Erst vor ein paar Tagen noch in Marokko unterwegs, gab es das Publishing Mail. Wieder zurück bei der Bahnstrecke ging es wie schon die Tage zuvor durch ausgedehnte Sandfelder, die aber alle gut zu fahren waren. Heute bin ich kurz mit dem Land Cruiser von Matthias gefahren. Im Gegensatz zum HZJ fährt sich der J15 wie ein normaler PKW und selbst im weichen Sand war das alles keine große Sache. Das war schon beeindruckend und sehr komfortabel. Etwa 20km vor Choum sind wir nach Südosten abgebogen um so den nervigen Militärposten zu umgehen und mehr oder weniger direkt zur Teerstraße zu gelangen. Es waren dann nochmal etwa 15km fast komplett weglos, immer nur der Kompassnadel hinterher. Da sich hier der Straßenverlauf der N1 durch Neubau ein wenig nach Westen verschoben hat waren wir früher als gedacht wieder in der Zivilisation. Nachdem wir wieder Luft in die Reifen gepumpt hatten ging es die letzten 100km bis Atar. Das erste Mal seit 4 Tagen fahren wir wieder auf einer richtigen Straße. Der Wind wurde wieder schlimmer und irgendwann hätte man meinen können der Toyota wird permanent sandgestrahlt. Es folgten zahlreiche Kontrollen durch Militär und Polizei. Alle wollen ein Fiche sehen.... gut das Ulli so viele ausgedruckt hat.


Matthias und Alex haben eine Verabredung hier in Atar. Wilfried, Günther und ich sind auf den Campingplatz "Bab Sahara" von Justus gefahren. Nach all den Tagen draußen in der Wüste kommt einem schon ein kleiner Laden vor wie ein riesen Supermarkt! Der "Bab Sahara" ist eine kleine Oase inmitten einer dreckigen und stinkenden Stadt und Treffpunkt aller Reisenden in der Region. Nach einer ausgiebigen Dusche ging es gleich wieder besser. Nachdem wir gegessen hatten, habe ich versucht das WLAN zu benutzen, aber die Verbindung reißt immer wieder ab. Ab jetzt sind wir nur noch zu dritt unterwegs. Matthias und Alex fahren zurück nach Marokko. Wir werden morgen hier von Atar die nördliche Route über Jraif nach El Beyyed nehmen. Wir werden dann nicht wie gedacht Guelb Er Richat durchqueren sondern wir werden weiter nach Ghallaouiya fahren und dann von Süden aus in den Krater einfahren. Werden also die nächsten 5-7 Tage unterwegs und nicht erreichbar sein. Bleibt dran, es bleibt auf alle Fälle spannend! Hoffentlich ist dann das Internet auch wieder besser dann gibt es wie gewohnt auch wieder ein paar Bilder...

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Claudia (Dienstag, 20 Februar 2018 15:21)

    Was ist ein Fiche?

  • #2

    Mike (Donnerstag, 22 Februar 2018 18:27)

    Hi Claudia,
    ein Fiche ist ein kleiner Zettel mit allen relevanten Daten zur Person und zum Fahrzeug. Und die zahlreichen Kontrollen zu vereinfachen und um schnell unterwegs zu sein sollte man einige Dutzend dabei haben