Sebkhet Chemcham

Seit wir in Atar sind zeigt sich auch sehr stark ein kultureller Unterschied zu Marokko. Man sieht wieder mehr Frauen auf der Straße und sogar welche die auch arbeiten. Sei es nun eine kleine Garküche am Straßenrand oder einen Obst- oder Gemüsestand. In Marokko wäre das eher ungewöhnlich. Auch in der Bank beim Geldwechseln hat uns heute eine Frau bedient. Auch wenn ein Mann hinter ihr jeden ihrer Handgriffe überwacht hat. Der Geldautomat hat übrigens nicht funktioniert.

Viele Frauen und Mädchen sprechen einen auch an und man kann sich ein wenig mit ihnen unterhalten. Die Menschen hier sind sehr zugänglich und lassen sich auch fotografieren. Besonders Kinder und Jugendlichen legen sich immer mächtig ins Zeug, wenn der weiße Touri ein Bild von ihnen machen will.

Erst im Januar gab es eine Währungsumstellung und auch neue Geldscheine, die Leute rechnen jedoch immer noch mit dem alten Kurs, was sehr verwirrend ist. Beim Gemüsekauf haben sie mich ganz schön übers Ohr gehauen. Nachdem wir in der Stadt alles erledigt hatten haben wir zusammen gepackt und waren schon wieder unterwegs. Nächstes Ziel: Das Auge der Sahara. Jedoch nicht wie gedacht direkt aus El Beyyed von Norden kommend. Wir werden noch ein Stück weiter Richtung Osten nach Ghallaouiya fahren, um dann durch die Sandgebiete im Süden in den Guelb Er Richat zu gelangen.

Nachdem wir getankt hatten ging es für uns verbliebene drei zuerst zur Oase Jraif welche wir aber verpasst haben, da wir eine Piste zu weit östlich genommen haben. Geschlafen haben wir heute in der Sebkhet Cemcham, einem riesigen Zeitsee mit unglaublichen Ausmaßen. Hier ist ein schnelles vorankommen kein Problem. Es ist wie immer sehr windig aber um eine schnelle Pasta zu kochen reicht es allemal. Kurz vor dem Biwak zeigte das GPS den 6000ten gefahrenen Kilometer an. So weit bin ich mit dem Auto noch nie von zuhause entfernt gewesen!

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