Faule Tage am Strand

Es tut gut einfach mal nix zu tun und auch nichts weiter vor zu haben. Aber so ganz ohne ist dann doch ein wenig fad. Ein Blick auf's Garmin verriet mir, dass es die Küste runter ein paar Kilometer weiter ein paar Caches mit vielversprechenden Namen gibt. Pelican Dream und Sable Blancs. Ein Blick auf die Satellitenkarte zeigt, dass der erste Cache bei einer Lagune auf einer kleinen Halbinsel liegt und wohl auch eine kleine Piste dorthin geht. Ich hatte mich schon auf ein kleines Abenteuer eingestellt, aber in der vermeintlich einsamen Lagune wimmelte es scharenweise von Touristen und ein Restaurant und Strandbar stand neben dem nächsten. 

Strandbar
Strandbar
Surf is on...
Surf is on...
Pelican
Pelican
Fischer in der Lagune
Fischer in der Lagune

Hier ist man voll auf den Tourismus eingestellt und es lässt sich für wenig Geld lecker essen und trinken.

Ein wenig weiter in Saly dem noblen Vorort von M'bour könnte man meinen man ist in Miami Beach, an der Côte d’Azur oder in Monte Carlo. Hier sind ganze Strandabschnitte fest in ausländischer Hand und zum Teil privat. Überall hat es Schranken, Security und es wird auch mit Metalldetektoren nach Waffen gesucht. Alles ist blitzblank poliert und piekfein. Am Strand sieht es aus, als ob man in einem Zengarten ist.

Private Anwesen am Strand von Saly
Private Anwesen am Strand von Saly

Überall und an jeder Ecke wir Zeug für Touris verkauft. Zum Teil wirklich schöne Sachen wie Schmuck, Lederwaren, Masken aber auch Glump das kein Mensch braucht. Hier falle ich ganz schön durchs Raster, barfuß mit schmutziger Jeans und dem Hund unterwegs. Manch ein Security wollte mich schon fragen was ich hier zu suchen hab...

Dafür wissen die Souvenirverkäufer gleich, dass es bei mir nix zu holen gibt. Im Gegenteil, ich werde oft auf ein Schwätzchen und einen Schluck Wasser eingeladen. Die meisten sind wahnsinnig nett und wenn ich mit der SLR auftauche wollen alle gleich fotografiert werden. 

Zurück in meiner schönen Hotelanlage, ich hab mich gerade an der Bar mit einem ortsansässigen Franzosen unterhalten, spricht mich ein Senegalese an. Auf Deutsch, mit tiefsten bayrischen Dialekt! Sein Name ist Aboubakrine 'Pape' Kane. Er ist Trommellehrer und wohnt seit vielen Jahren bei Landsberg am Lech und ist jetzt daheim um die Familie zu sehen und um Urlaub zu machen. Zuhause veranstaltet er Trommelworkshops und Musikfestivals. Dass er richtig bekannt und berühmt ist erfahre ich erst die nächsten Tage. Wenn ihr Interesse habt schaut doch mal bei ihm auf der Seite vorbei. Er hat sogar in München ein Büro in Schwabing www.alpha-percussion.de