Matmata

Der letzte Übernachtungsplatz war toll, wir hatten in der Nacht einen wirklich fantastischen Sternenhimmel. Bei uns in Deutschland sieht man den Orion ja ganz gut, hier musst du ihn suchen weil´s überall so hell ist. Die App mit den Sternenkarten die ich mir letztens runtergeladen hab ist nicht so gut wie die, die Wilfried hatte, aber auch nicht schlecht. Dass man auch Planeten wie die Venus, Mars, Merkur, Saturn und Jupiter sieht finde ich abgefahren. Früher war das einfach bloß irgendein Stern... aber jetzt sagt einem die App was anderes! 

Heute war größtenteils Teerstraße angesagt, auch wenn immer wieder Tonnen von Sand die Straße versperrten. Ein Lastwagen hat sich beim Versuch eine Düne zu Umfahren bis zum Anschlag eingegraben. Augenzwinkernd meinte er du hast ja eine Winde, komm zieh uns doch raus. Da braucht es ein wenig mehr als die 10.4t Zugkraft die unsere Winde mit Umlenkrolle schafft. Zum Glück hat es ja die großen Radlader, da wird schon einer kommen und raushelfen. Ein wenig Wasser wollte er dann aber doch noch, man weiß ja nie.

Erst jetzt, 30km vor Rachid hab ich rausgefunden, dass wir uns mehr oder weniger auf der H-Tour befinden die ich ja ursprünglich fahren wollte. Mittags war ich dann in Tidjikja, hier ist nicht viel los. Bin auf den Markt um Obst, Gemüse und frisches Baguette zu kaufen. Als ich H-Milch mitgenommen hab, habe ich nicht schlecht geschaut, die kommt nämlich aus Deutschland!
Den hinteren Treibstofftank nochmal voll gemacht und weiter ging es Richtung Matmata zu den Sahara-Krokodilen. Die kleine Piste ist ganz schön sandig. Auf halber Strecke hab ich mich verfahren und bin zu weit nach Westen abgekommen. Die letzten 7km ging es mehr oder weniger querfeldein und zum Schluss noch durch ein kleines Dünenfeld. Die "offizielle“ Parkkoordinate im Gandini-Führer ist mitten im Qued gleich neben einem Wasserloch. Hab das Auto erstmal ein wenig weiter weg unter Palmen in den Schatten abgestellt. Um noch groß wegen Krokodilen zu schauen waren wir zu KO, das machen wir dann morgen. Wir sind an der westlichen Seite der Schlucht über Felsplatten ein wenig rauf auf ein steiniges Hochplateau gefahren und haben uns den nächst besten Platz zum übernachten gesucht. 

 

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