· 

On Tour

Irgendwie ist das Blog schreiben diesmal mühsamer als das letzte Mal in Westafrika und in der Sahara. Zum einen bin ich vom ersten Tag an mit Ulli unterwegs, man erlebt alles gemeinsam, verbringt die Zeit zusammen und tauscht sich aus. Zum anderen sind wir diesmal schnell unterwegs. Nicht wirklich von den Kilometern her, seit einer Woche fahren wir nie mehr als 300km am Tag aber geographisch und politisch verändert es sich rapide. Oft fehlt einfach die Zeit sich hinzusetzen und zu schreiben. Es folgt ein Land dem nächsten und dementsprechend ändern sich auch die Menschen und Landschaften. Mittlerweile haben wir Lettland schon wieder verlassen und sind in Litauen angekommen. Es ist unser achtes Land auf der Reise durch Skandinavien und dem Baltikum. Litauen hatte ich auch irgendwie gar nicht auf dem Schirm. Wer fährt schon nach Litauen denke ich mir und macht da Urlaub…? 

Aber es ist wie Estland und Lettland zuvor ein wunderschönes wirklich tolles Land an der Ostsee wo es fantastische Strände, Städte und Menschen zu entdecken gibt. 

Wir stehen meist relativ früh auf, sieben halb acht bin ich wach, geh ne Runde mit dem Hund, dann wacht bzw. wecken wir Ulli auf. Kaffee, Tee, Müsli, Fressen für Aisha herrichten, langsam das Zelt, die Matten, Schlafsäcke und den ganzen anderen Kram wieder einpacken, noch mal an den Strand oder im Wald noch eine kleine Runde drehen dann ist es halb zehn, oder auch schon mal halb elf bis man loskommt. Dann fährt man zwei, drei Stunden, sucht sich einen Cache und macht Mittagspause. Dann schaut man schon mal grob wo man die Nacht verbringen könnte. Gegen fünf, sechs steuern wir meist unseren Schlafplatz an. Bis das Zelt steht, der Hund versorgt ist, das Essen auf dem Tisch steht und die Gegend erkundet ist oder man im Meer gebadet hat geht meist schon die Sonne unter und ein ereignisreicher Tag geht zu Ende. 

Wir sind jetzt seit 28 Tagen unterwegs und waren nur vier mal auf einem Campingplatz. Sonst sind wir immer frei gestanden. Die App "Park4Night" hat sich da wirklich bewährt. 90% aller Stellplätze waren bisher gut und einige wirklich sensationell schön. 

Hier auf der Kurischen Nehrung haben wir uns ein wenig schwerer getan als sonst einen passenden Platz zu finden und viele Versuche nach dem Motto "ach komm lass uns mal da hinter fahren das schaut nicht so schlecht aus" endeten meist irgendwo im Unterholz oder auf einer Wiese. Aber irgendwie klappt es dann doch immer wieder mit einem Stellplatz irgendwo im Nirgendwo… 



Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg
Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg
Mittlerweile ein riesen Spielplatz für große Jungs
Mittlerweile ein riesen Spielplatz für große Jungs
Alter Soldatenfriedhof
Alter Soldatenfriedhof
Schlafplatz auf einer Sandpiste irgendwo im Wald nahe der Russischen Grenze
Schlafplatz auf einer Sandpiste irgendwo im Wald nahe der Russischen Grenze

Kommentar schreiben

Kommentare: 0