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Matraucha - Eine Lampe für die Botschafterin

Schon auf dem Weg von Nema nach Kiffa war klar wir brauchen dringend wieder einen faulen Ruhetag. Was gibt es besseres den in Matraucha zu verbringen. Rund 80km vor Kiffa gibt es ein weiteres Guelta wo Saharakrokodile die Zeit überdauert haben. Am Ende der knapp 10km langen Sandpiste hat man einen schönen Biwakplatz bei N16° 32.567 W010° 44.791 erreicht. Am nächsten Morgen endlich die seit langem ersehnte Dusche. Man muss einfach nur einen Kanister in der Sonne stehen lassen und man hat warmes, fast schon heißes Wasser. Da reichen dann 10 Liter zum Haarewaschen und Duschen aus, und das für zwei Personen wohlgemerkt!

Den Tag haben wir dann oben am Wasserloch verbracht und die Krokodile, Paviane und Klippschiefer beobachtet. Auch hier gibt es wieder rund ein Dutzend Krokodile die sich auf der Sandbank sonnen oder im Wasser rumdümpeln. Die Affen stehlen den Krokodilen aber schon fast die Show. Es ist schwer zu sagen aber ich schätze die Population hier auf rund 150 Tiere. Es ist einfach unglaublich viel los und wir mittendrin. Aisha ist ganz von den Socken und findet das natürlich auch alles sehr spannend. Dazu kommen noch eine Herde Kühe und paar wilde Esel die auch was vom Wasser abhaben wollen, sich aber nicht so recht ans Wasser trauen.

Zurück beim Auto, wir waren gerade beim Kochen tauchen zwei Toyota HiLux auf die doch tatsächlich eine Handvoll Deutsche Touristen mit Einheimischen Führern ausspuckten. Einen von ihnen habe ich sofort erkannt. Es war Idouanne, der Chef einer großen Reiseagentur und in Mauretanien bekannt ist wie ein bunter Hund. Wir kennen uns schon seit der letzten Reise und die Begrüßung ist sehr herzlich. Er erklärte uns dass sie gerade von den Elefantenfelsen zurück kommen und die letzten Tage mehr oder weniger unseren Spuren gefolgt sind. Für meine Begriffe war es schon ein wenig spät als die Touristengruppe sich mit einem Führer zu den Krokodilen aufmachte. Auf meine Frage ob sie denn eine Lampe für den Rückweg dabei hätten wurden nur Köpfe geschüttelt. Also mussten wir aushelfen und die Gruppe schnell machen. Wohl gerade noch so konnten sie ein paar Krokodile in der Dämmerung ausmachen und den Rückweg haben sie auch noch gut gefunden. Aus einer Tasse Tee oder gar einem gemeinsamen Abendessen wurde jedoch nichts, das gebuchte Hotel in Kiffa musste noch erreicht werden. Erst am nächsten Tag als wir einen österreichischen Kollegen kurz vor Kiffa getroffen haben der auf dem Weg zur Elfenbeinküste ist haben wir erfahren dass unter den Touristen von gestern auch die Deutsche Botschafterin Mauretaniens war. Das wurde gestern jedoch mit keinem Wort erwähnt... 

Das Guelta Matraucha
Das Guelta Matraucha
Unser Schlafplatz vor dem Guelta  aus der Vogelperspektive
Unser Schlafplatz vor dem Guelta aus der Vogelperspektive

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