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Zurück in den Norden

Auch dieses Mal fällt der Abschied von Ait Baha und unseren Freunden wieder sehr schwer. Über den Hohen Atlas geht es nach Norden. Mit einem Zwischenstop in Rabat ging es weiter nach Khenitra auf einem erstaunlich gut besuchten aber total herunter gekommenen, wirklich grottenschlechten Campingplatz. Ich hab selten so alte, fertige Toiletten und Duschen gesehen wie hier im Camping Chenaie . Da frägt man sich bei den vielen Dauercampern die hier TageinTagaus stehen ein ums andere Mal wie man auf so einem üblen Platz nur seinen Marokko Urlaub verbringen kann... Ist mir absolut unverständlich hier länger als 24 Stunden zu stehen!
In Mauretanien hab ich mir oft ein paar Grad weniger gewünscht oder auch mal ein paar Regentropfen herbeigesehnt. Der erste Regen seit 10 Wochen überraschte Aisha und mich dann in der Früh im Zelt. Natürlich ohne das entsprechende Überzelt und binnen kurzem war alles nass...
Mittlerweile ist es kälter geworden und ich sitze mit Wollmütze und Daunenjacke da. Gut kalt ist Ansichtssache, tagsüber hat es auch 25° und Nachts so um die 10° aber so hatte ich mir das nicht vorgestellt! Schuhe hab ich aber immer noch nicht an, ich Lauf wie eh und mit Schlappen rum. Es ging weiter Richtung Riff in die "Blaue Stadt" wo ich auch schon die erste Nacht in Afrika verbracht habe. Damals Anfang Januar, vor über 10 Wochen...

Camping Azilal in Chauen ist jetzt wahrlich nicht der Oberknaller, die sanitären Einrichtungen haben schon bessere Zeiten gesehen aber die Anlage da oben auf dem Berg mit Blick auf die Stadt ist ganz nett und ein Treffpunkt vieler Overlander. Man trifft hier immer jemanden und es ist ein guter Platz um auf die Fähre zu gehen. Von hier sind es nur noch zwei Stunden bis nach Tanger-Med oder Ceuta. Als ich am frühen Nachmittag ankam war der Platz gut besucht aber leider kein bekanntes Gesicht darunter. Kurze Zeit später kam dann James, ein junger Schweizer mit supernettem Hund in einem alten 4x4 Sprinter. Und schon hatte ich wieder sehr nette Gesellschaft. James ist seit drei Monaten in Marokko unterwegs und wie ich auf dem Weg zurück nach Europa. Schweizer mit Unimog und Dodge RAM 2500 die ebenfalls in Mauretanien unterwegs waren fuhren wenig später auf den Platz.
Am Tag drauf hab ich hab den Toyota leergeräumt und mit James, seinem Hund und Marietta & Ralf einem netten Deutschen Pärchen die gerade mit ihrem VW Bus angekommen sind, einen kleinen Ausflug hoch in die Berge gemacht. Zu den auf den Karte ersichtlichen Wasserfälle sind wir aber leider nicht ganz gekommen, die Piste hörte weit oben in den Bergen an einem Steilhang plötzlich auf so dass wir leider wieder umkehren mussten. Nichts desto trotz war das ein sehr netter Ausflug mit herrlichen Ausblicken über das Riff und weiter zur Küste wo man sogar das Mittelmeer sehen konnte. Nach einem leckeren Abendessen mit frischem Gemüse vom Markt haben Aisha und ich die letzte Nacht auf afrikanischen Boden verbracht. In zwei Jahren kommen wir wieder! Inshallah
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Chefchaouen von oben
Chefchaouen von oben
Aisha und Mira
Aisha und Mira
Hier war dann Schluß, ein paar Meter weiter endete die kleine Piste
Hier war dann Schluß, ein paar Meter weiter endete die kleine Piste
Kleines einsames Dorf im Riff
Kleines einsames Dorf im Riff
Chefchaouen - Unsere Piste von gestern rauf in die Berge ist im Hintergrund auf dem bewaldeten Hang zu sehen
Chefchaouen - Unsere Piste von gestern rauf in die Berge ist im Hintergrund auf dem bewaldeten Hang zu sehen

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