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Himmelstreppe

Nach einem guten Frühstück und dem Verladen des Brennholzes für die nächsten Tage ging es auf unsere erste gemeinsame Etappe. Von der Todraschlucht ging es runter nach Tinghir und über Tinjdad nach Ksar Melaab. Von hier aus weiter nördlich nach Tilouine und dann ging es auf immer schlechter werdender Piste den "Kunstwerken in der Wüste" entgegen. Die drei über viele Jahre geschaffenen Kunstwerke vom Münchner Künstler Voth sind schon seit vielen Jahren Anziehungspunkt für unzählige Touristen. Orion und Spirale sind vom Boden aus nicht wirklich gut zu erkennen. Das Highlight ist ganz klar die Himmelstreppe. Mittlerweile wird alles von Einheimischen "bewacht" und es werden €15.- Eintritt verlangt. Um zurück zur befestigten Straße zu kommen musste ein Wadi mit Weichsand und nervigen Kindern die einem in die Irre leiten wollten gequert werden. Nachdem auch das gemeistert war und wir wieder auf der Teerstraße waren ging es noch kurz auf eine kleine sandige Piste nach Rissani. Nach wenigen Kilometern haben wir uns in einem kleinen Sandfeld ein schönes Nachtlager gesucht.
Auf Straße und Piste fahr ich den anderen mit dem Motorrad auf und davon, in den regelmäßig aufkommenden Sandpassagen hab ich mit der schweren Maschine jedoch hart zu kämpfen. Zweimal bin ich jetzt schon gestürzt und mehrere Male einfach stecken geblieben und nur noch mit Hilfe wieder vorwärts gekommen. Der Luftdruck liegt jetzt schon bei 0,8 Bar vorne und 1 Bar hinten aber noch weniger trau ist mich nicht wirklich abzulassen...
Zeit zum überlegen wie es jetzt weiter gehen soll hatte ich heute allein so auf dem Motorrad genug und in Anbetracht der Tatsache, dass die nächsten Tage noch sandiger werden hab ich mich entschlossen, das Motorrad für die nächsten Etappen erstmal stehen zu lassen und mit Helmut und Jens im Land Cruiser mit zu fahren.
Auch wenn ich ganz schön enttäuscht bin, ist es die einzig vernünftige Entscheidung. Jetzt steht die BMW die nächsten Tage in einer Garage in Tinjdad bei Verwandten von einem Freund.
Wieder zurück in Erfoud warteten Helmut und Jens auch schon auf mich. Bei einem weiteren kleinen Werkstattbesuch, dieses Mal ging es um das Ventil beim vorderen rechten Rad, das verlor nämlich permanent Luft, wurde auch dieses Problem behoben. Henning und Carola sind voraus gefahren und haben etwa 10 km von der Straße entfernt schon mal den heutigen Biwakplatz bezogen. Kurz vor Sonnenuntergang haben wir die beiden dann auch erreicht...

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