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Die Grenze, das Niemandsland und wieder eine Grenze

Auf dem Weg zur Grenze haben wir die Vorboten der Ecorace gesehen. Das ist wenn man so will der Nachfolger der Rallye Paris-Dakar. Wir haben mal versucht an einem der Racetrucks dranzubleiben aber die sind hier mit jenseits der 100 km/h unterwegs und fahren als ob der Teufel hinter ihnen her ist. Und das auf öffentlichen Straßen wohlgemerkt. Es gibt da eine ganz "witzige" Geschichte die gerade nochmal gut ausgegangen ist. Ist wohl besser die nicht zu veröffentlichen...

Am Hotel Barbas, 90 Kilometer vor der Grenze haben wir schon das letzte mal sehr lecker gegessen, den Toyota noch einmal Vollgetankt und eine Stunde später waren wir auch schon in Guergarat an der Marokkanischen Grenzstation. Hier läuft alles super organisiert und schnell ab. Vielleicht lag es aber auch an den vielen Blauhelmen oder besser gesagt Blaumützen der UN die gerade hier vor Ort waren das die Ausreise diesmal in unter einer halben Stunde geklappt hat. Selbst am Scanner hat man uns einfach vorbei gewunken und auch der Zoll wollte nur ganz kurz ins Auto rein schauen. Es folgte das verminte und vermüllte, durch die UN beobachtete berühmt, berüchtigte "Niemandsland" und nach ein paar Kilometer Piste ist man auch schon am Mauretanischen Posten. Hier läuft alles so unkompliziert ab wie man das schon gewohnt ist und auch die Reihenfolge der einzelnen Stationen ist auch noch bekannt. Man braucht dafür keinen der unzähligen Schlepper, das schafft man ganz gut auch allein. Zuerst zum Posten der die Pässe kontrolliert und Stempelt, dann eine Barracke weiter wo man für das Visum ansteht, der entsprechende Beamte war gerade beim Essen und ließ sich Zeit, danach zum Zoll rüber auf die andere (rechte) Seite in ein dunkles Kabuff wo man die Ehrenerklärung abgibt das man das Fahrzeug nicht verkauft und wieder außer Landes bringt. Als letztes weiter zur Polizei/Innenministerium wo die Reiseroute notiert und weiter Fragen gestellt werden. Zu guter Letzt die Haftpflichtversicherung für's Fahrzeug abschließen (kostet je nach Fahrzeug +- € 1,50 pro Tag), Geld wechseln, eine Mauretanische SIM Karte gekauft und ganz wichtig gleich einrichten lassen. Und schon waren wir ganz offiziell in der Republic Islam Mauritania! Alles in allem haben wir beide Grenzstationen in unter zwei Stunden geschafft, das ist eine sehr gute Zeit!

Weit gefahren sind wir nicht mehr, 50 Kilometer nach der Grenze sind wir vom Teer abgebogen und Richtung Erzbahn gefahren wo wir im Windschatten einer großen Sanddüne einen schönen Platz (N21° 16.610 W016° 26.790) zum Übernachten gefunden haben.

Kurz vor der Grenze überquert man den Wendekreis des Krebses
Kurz vor der Grenze überquert man den Wendekreis des Krebses
Einer von drei Geocaches in der Westsahara
Einer von drei Geocaches in der Westsahara
Hotel Barbas 90 Kilometer vor der Grenze. Hier kann man gut noch einen Happen Essen und Tanken
Hotel Barbas 90 Kilometer vor der Grenze. Hier kann man gut noch einen Happen Essen und Tanken
Nochmal alle Tanks voll machen
Nochmal alle Tanks voll machen
Einfahrt ins Niemandsland, anfangs ist es noch eine Teerstrasse
Einfahrt ins Niemandsland, anfangs ist es noch eine Teerstrasse
Unsere erste Übernachtung in Mauretanien
Unsere erste Übernachtung in Mauretanien
Unser heutiger Biwakplatz nicht weit von der Erzbahn entfernt
Unser heutiger Biwakplatz nicht weit von der Erzbahn entfernt
Der Mond versteckt sich hinter Wolken
Der Mond versteckt sich hinter Wolken
Hier geht der Mond hinter der riesigen Düne auf
Hier geht der Mond hinter der riesigen Düne auf

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Kommentare: 2
  • #1

    Stefan (Freitag, 17 Januar 2020 21:40)

    Wow! Einfach nur wunderschöne Bilder! Wann geht´s zum "Auge"? Ich wünsch Euch eine schöne Reise weiterhin!

  • #2

    Dario (Freitag, 24 Januar 2020 22:55)

    Soeben auf eure Homepage gestossen :) sehr cool! Bin gespannt wies weitergeht.. wir haben ähnliches vor von Oktober bis Dezember mit unserem Ganesh der Defender :)
    Lg und safe travels